Festbrennweite

Festbrennweite: Beratung und Tests

Allgemeines

Als Festbrennweiten werden in der Fototechnik Objektive bezeichnet, die nur eine feste Brennweite haben. Ein klassisches Objektiv in dieser Kategorie ist das Normalobjektiv mit 50 mm Brennweite im Kleinbildformat. Vor der Entwicklung der Zoomfunktionen für Objektive waren Festbrennweiten die einzigen Formen von Objektiven. Mit dem Aufkommen der Zoomfunktion sind Festbrennweiten in den Hintergrund gedrängt worden. Nicht wenige professionelle Fotografen schätzen Festbrennweiten auch heute noch höher in ihrer Arbeit als die flexiblen Zoom Objektive.

Eigenschaften und Besonderheiten

Festbrennweiten überzeugen regelmäßig mit:

  • hoher Lichtstärke.
  • sehr guter Abbildungsleistung.
  • oft hervorragender optischer Leistung.
  • exzellenter Auflösung.
  • mit einem attraktiveren Preis als Zoom Objektive.
  • ihrer geschmeidigen Kooperation mit einem vorhandenen Autofokus.

Anwendungsbereiche für Festbrennweiten:

  • charakteristische Fototechniken, die eine große Blendenöffnung und hohe Lichtstärke erfordern
  • arbeiten mit Schärfe- und Unschärfe Effekten
  • freistellen von Motiven
  • Available Light Aufnahmen
  • Entwicklung eines “fotografischen Auges”
  • Event-, Sport und Konzertfotografie
  • bestimmte Spezialobjektive gibt es nur als Festbrennweiten

Technik

Gute Festbrennweiten sind meist im Hinblick auf Abbildungsfehler optimiert.
Damit überzeugen sie in Sachen Kontrast und Detailzeichnung eher als Zoom Objektive.
Vignettierungen und Verzerrungen sind meist stark gemindert.

Festbrennweite im Video erklärt

Professionelle Ausstattungen

Klassische Profi Sets von Festbrennweiten bestehen zum Beispiel aus:

  • einem 50 mm Normalobjektiv
  • einem 35 mm Weitwinkelobjektiv – dies gilt als “Reportage-Objektiv”
  • einem 85 mm Teleobjektiv

Besser Fotografieren mit Festbrennweiten – immer!

Festbrennweiten sind für Einsteiger hervorragend geeignet.
Nicht nur ihre Lichtstärke und das gute Preis-Leistungs -Verhältnis sprechen für sie.
Mit Festbrennweiten muss man das Komponieren eines Fotos erlernen, da sich der Bildausschnitt nicht
so einfach wie einem Zoom verändern lässt. Daher wird das Fotografieren mit der Zeit durchdachter und geplanter. Die Festbrennweite schult die Fähigkeiten besonders angehender Fotografen. Natürlich ist auch bei Festbrennweiten das Zoomen nicht ausgeschlossen, es erfolgt aber nicht am Objektiv, sondern per pedes. Nicht umsonst werden auch klassische Reportagen häufig mit Festbrennweiten bearbeitet. Festbrennweiten sind leichter im Transport als große, schwere Zoom Objektive, solange man keine Koffer mit einem Dutzend verschiedener Festbrennweiten mitnimmt. Man muss erkennen, wann man die Festbrennweite wechselt während einer Aufnahmesequenz, dies kann anfänglich schwierig sein. Interessant ist das Arbeiten mit der Blende: Große Blenden etwa können Bewegungen effektwirksam einfrieren, erlauben bei ungünstigen Lichtverhältnissen im Freihandmodus ohne Blitz zu arbeiten und kreativ mit der Tiefenschärfe umzugehen.
Manche Profis lieben auch die Zoom Objektive ob ihrer Flexibilität oder wechseln diese mit dem Einsatz von Festbrennweiten ab. In jedem Fall kommt auch heute kaum ein Fotograf an Festbrennweiten vorbei.

50mm Festbrennweite von Canon: Das EF 50mm 1:1.8 II

50mm Festbrennweite von Canon: Das EF 50mm 1:1.8 II

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